Neuer Plan zur Verringerung strategischer Abhängigkeiten vorgestellt.
Seit 2021 verfolgt Frankreich eine Strategie zur Verringerung von Abhängigkeiten bei kritischen Metallen und Seltenen Erden. Mit dem nun vorgestellten „Nationalen Resilienzplan Seltene Erden und Permanentmagnete“ (PDF) will das Land auf die verschärfte Versorgungssituation und die hohe Konzentration auf nur weniger Förder- und Produktionsländer, allen voran China, reagieren.
Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer möglichst vollständigen Wertschöpfungskette in Frankreich und Europa – von der Sicherung bergbaulicher Konzentrate über Raffination und Metallisierung bis hin zur Produktion und zum Recycling von Permanentmagneten. Konkret sollen bis 2030 französische Kapazitäten entstehen, die den europäischen Bedarf an schweren Seltenen Erden vollständig und einen Teil des Bedarfs an leichten Seltenen Erden decken können; außerdem sollen Legierungen für rund zehn Prozent des europäischen Industriebedarfs sowie vollständig recycelte NdFeB-Magnete produziert werden. Der Plan setzt dafür auf staatliche Förderinstrumente und die Unterstützung konkreter Industrieprojekte.
Eingebettet wird die nationale Initiative in europäische und internationale Ansätze wie den Critical Raw Materials Act, REsourceEU, den Industrial Accelerator Act und die G7-Kooperation zu resilienteren Lieferketten. Um einen isolierten Alleingang Frankreichs handelt es sich also nicht, wenngleich sich das Land als europäischer Vorreiter in Sachen Seltene Erden sieht und dabei auf die Expertise von Unternehmen wie Carester oder Solvay setzen kann.
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Beitragsbild: via Canva, Montage Rohstoff.net