Pekings Exportbeschränkungen prägen weiterhin die Handelsströme der beiden schweren Seltenerdelemente. 

 Nach einer deutlichen Erholung im Vormonat ist Chinas Dysprosium-Export im Mai wieder gesunken. Nur 8.483 Kilogramm wurden ausgeführt, nach 11.046 Kilogramm im April, zeigen neue Daten der chinesischen Zollverwaltung. Südkorea blieb mit Abstand der wichtigste Empfänger und erhielt 8.463 Kilogramm. Kleinere Mengen gingen nach Slowenien und Singapur.

China Export Dysprosium Mai 2026
Chinas Export von Dysprosium in den vergangenen Monaten

Auch die Ausfuhr von Terbium ging zurück. Insgesamt verließen im Mai 400 Kilogramm das Land, während es im April noch 500 gewesen waren. Auch hier war Südkorea das Hauptziel. Das Land importierte 350 Kilogramm, das restliche Material teilte sich auf Ungarn, Slowenien und Singapur auf. 

China Export Terbium Mai 2026
Chinas Export von Terbium in den vergangenen Monaten

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum  sind die Ausfuhren der beiden schweren Seltenerdelemente deutlich gestiegen, denn im Mai 2025 hatte gar kein Material das Land verlassen. Kurz zuvor – Anfang April 2025 – hatte China Exportkontrollen für Dysprosium, Terbium und fünf weitere Seltene Erden eingeführt. Das brachte die Lieferungen ins Ausland wochenlang faktisch zum Erliegen, da das neue Lizenzsystem erst umgesetzt werden musste. Obwohl die Exporte von Dysprosium und Terbium mittlerweile wieder aufgenommen wurden, bleiben die Mengen insbesondere bei dem letzteren Rohstoff deutlich unter den historischen Niveaus.

Dysprosium und Terbium sind essenziell, um die Hitzebeständigkeit und Leistungsfähigkeit von Hochleistungs-Permanentmagneten zu verbessern. Damit sind sie kritisch für Anwendungen in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und der Verteidigungsindustrie.

 Photo: TRADIUM GmbH