Unterstützung in Millionenhöhe für den Ausbau der Produktionskapazität von Teck Resources.

Die kanadische Regierung will bis zu umgerechnet 282 Millionen US-Dollar in ein Projekt des Bergbau- und Metallkonzerns Teck Resources investieren. Konkret sollen die Mittel in den Ausbau der Trail Operations in British Columbia fließen, einem großangelegten Hütten- und Raffineriestandort für verschiedene Metalle. Ziel der Erweiterung ist es, die Produktionskapazitäten für Germanium und Antimon zu verdoppeln und erstmals Gallium zu produzieren.

Die geplante Investition erfolgt über den staatlichen Canada Growth Fund, der strategisch wichtige Projekte finanziert und zusätzliches privates Kapital mobilisieren soll. Vorgesehen ist eine eigenkapitalähnliche Beteiligung direkt an der Anlage, da keine handelbaren Unternehmensanteile erworben werden könnten, sagte Rohstoffminister Tim Hodgson gegenüber Reuters. Ottawa kann sich außerdem Bezugsrechte an der künftigen Produktion von Rohstoffen sichern. Die endgültige Umsetzung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt weiterer Verträge und Genehmigungen.

Chinas Exportauflagen erhöhen den Handlungsdruck

Gallium, Germanium und Antimon sind für zahlreiche zivile und militärische Hochtechnologien wichtig. Sie werden unter anderem für leistungsfähige Halbleiter, Infrarotoptik, Radar- und Kommunikationstechnik, Flammschutzmittel sowie bestimmte Munitionsarten benötigt. Zugleich sind ihre Lieferketten stark von China geprägt. Peking hat die Ausfuhr aller drei Rohstoffe in den vergangenen Jahren unter strenge Auflagen gestellt und damit die Suche nach alternativen Bezugsquellen beschleunigt.

Unter diesem Vorzeichen steht auch die Investition in Trail Operations. Die staatliche Unterstützung soll Unternehmen die nötige Sicherheit geben, trotz volatiler Weltmärkte in neue Projekte zu investieren, so Hodgson. Durch die deutlich gesteigerte Produktion der Metalle könnten die Ressourcen außerdem mit verbündeten Staaten geteilt werden.

Die Maßnahme reiht sich in Kanadas Rohstoffpolitik der jüngsten Vergangenheit ein. Im März hatte das Land 30 neue Kooperationen und Investitionen mit einem Volumen von fast neun Milliarden US-Dollar angekündigt. Zu den Plänen gehören auch mögliche gemeinsame Vorräte kritischer Materialien mit Partnern wie Japan und Südkorea.

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